Dachreparatur

FOTO: Sabine Reither

Vom April 2018 bis Mitte August 2018 wurden
das Kirchendach, das Chordach und das Sakristeidach durch Übersteigen repariert. Dabei wurden die Dächer in Etappen abgedeckt und die alten, morschen Latten ausgetauscht. Die historischen Schwalbenschanzziegel und Biberschwanzziegel wurden einzeln geprüft und die brüchigen, durch ebenfalls alte Ziegel in gutem Zustand, ersetzt. Diesen Vorgang nennen die Siebenbürger Sachsen „rücken“, da man von links nach rechts jede Ziegel kontrolliert, die beschädigten ersetzt und die noch brauchbaren umlegt, also „aufrückt“. Im Zuge der Arbeiten wurden neue Regenrinnen und Fallrohre angebracht. Die zum Teil neu verlegten Rinnsteine am Ende der Fallrohre leiten das Regenwasser weg von der Kirchenmauer, so dass weniger Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann.

Insgesamt wurden 10.000 Biberschwanzziegel ersetzt bzw. ausgetauscht. 300 neue handgemachte Firstziegel wurden hinzugekauft, da es keine original alten Ziegel dieser Art zu kaufen gab.
Die umfangreiche Reparaturnaßnahme mit einem Volumen von 15.000,- Euro, wurde durch Spenden möglich.


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Putzarbeiten (Innenputz)

Bei einer früheren Ausbesserung wurden die Wände bis auf eine Höhe von ca. 3 Meter, mit zementhaltigen Putz versehen. Dieser Zementputz verhinderte den Feuchtigkeitsaustausch der Wände, was zu starkem Schimmelbefall geführt hat.

Am 19.11.2018 wurde deshalb in einer mehrtägigen Arbeit, der zementhaltige Innenputz entfernt. Besonders stark vom Schimmel befallen, sind die Wände der Sakristei und die Wände im Chor. Bereits nach einem Jahr, macht sich die Maßnahme durch trockenere Wände und dadurch weniger Modergeruch im Kirchenraum bemerkbar.

Bis die Wände soweit ausgetrocknet sind, dass sie wieder verputzt werden können, wird es aber noch einige Zeit dauern. Das Verputzen wird mit einem Mineralputz erfolgen.


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Gewölberiss (Orgel)

Schon vor einigen Jahren bildete sich ein langer Mauerriss, vom Taufbecken aus gesehen auf der rechten Seite, im Gewölbe über der Orgel.

Durch die herausgefallenen und gelockerten Mauerziegel, hatte die Spannung des Gewölbebogens nachgelassen und es bestand Einsturzgefahr. Die herausgefallenen Ziegel wurden ersetzt und verkeilt. Der Gewölbebogen wurde partiell mit einer Holzkonstruktion abgestützt. Zusätzlich wurden zur weiteren Kontrolle sogenannte "Gipsmarken" angebracht um eventuelle Bewegungen im Gewölbe sichtbar zu machen.


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Reparatur  Turmuhr

"Mein Anliegen besteht darin, deutsches Kulturgut für die Zukunft zu erhalten und zu bewahren ".

Andreas Vogler, Groß Kopisch im Juni 2019

REPARATUR:

Das Uhrwerk wurde teilweise zerlegt. Alle Teile wurden gereinigt und auf Verschleiß kontrolliert.

Der Hammerzughebel für den Viertelstundenschlag war abgebrochen und musste geschweißt werden.
Die Hemmung für das freischwebende Pendel wurde neu eingerichtet. Die Gewichtszüge wurden erneutert und mit schwereren Gewichten versehen. Neue Drahtseile aufgelegt und es erfolgte der Einbau von zusätzlichen Seilrollen mit dem Ziel, die Gangdauer des Uhrwerks zu verdoppeln.
Die Uhr muss nun nicht mehr täglich, sondern spätestens alle 50 Stunden aufgezogen werden.

Der Schacht durch das Mauerwek für die Zeigerwelle (1,5 Meter dick), war komplett zugesetzt mit Vogelkot und anderem Unrat. Er wurde freigelegt und gereinigt. Das Winkelgetriebe sowie das Zeigergetriebe wurden geteinigt und neu justiert.

Die beiden Hammerwerke für den Viertelstundenschlag- und den Stundenschlag wurden überarbeitet, ebenso die Züge vom Uhrwerk zu den Hämmern.

Am 16.06.2019 erfolgte die Wiederinbetriebbahme der Turmuhr nach ca. 30 Jahren Stillstand.

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Dachreparatur Speckturm

Der zuvor entgrünte Speckturm im Bering wurde Im Oktober 2017 durch die Ambulanța pentru Monumente gelattet und mit alten Biberschwanzziegel gedeckt.


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Reparatur der Zwischenböden im Glockenturm

Durch die HOG Groß Kopisch wurden im April 2018 die Zwischenebenen durch das Verlegen von neuen Brettern wiederhergestellt.

Die Treppen wurden beidseitig mit Handläufen versehen. Jetzt ist ein gefahrloser Aufstieg zu den Glocken wieder möglich.



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Notsicherung Schuppen


Im Februar 2020 konnte dank der großzügigen Unterstützung durch den Bauingenieur Gabriel Tudor, der einsturzgefährdete Schuppen notgeschichert werden.

Weiter Maßnahmen können erst nach Vorliegen eines genehmigten Projektes durchgeführt werden.


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Fotos: Gabriel Tudor



Notabstützung des Sakristeigewölbes

Im Frühjahr 2017 wurde das einsturzgefährdete Gewölbe der Sakristei durch die Stiftung Kirchenburgen notgesichert.

Weiter Maßnahmen können erst nach Vorliegen eines genehmigten Projektes durchgeführt werden.


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